Dec 222009
 

na klar, das ist schon ein abgefahrenes ereignis: ueber eine facebook gruppe gelingt es, die mainstream musik charts zu hijacken und statt eines glattgeleckten langweiligen pop songs ein 17 jahre altes krachwerk zur nummer 1 zu machen. das waere vor 17 jahren nicht gegangen, schon alleine deshalb nicht, weil es gar nicht mehr so viele exemplare der single von rage against the machine vorraetig ggeben haette. irgendwie schon lustig.
aber mal im ernst: eine rebellion (oder gar revolution) auszurufen ist doch ein bisschen albern, oder nicht? da klicken leute im internet statt auf den einen link mit dem einkaufswaegelchen dran auf den anderen (mit genaudemselben einkauswaegelchen). und waehlen so den einen scheiss statt eines anderen. die leute, die den anderen scheiss ehedem fabriziert haben und auf dem gleichen medienriesen sony veroeffentlichen, auf dem auch die eine scheisse rauskommt, labern irgendwas von taking back und underground grass roots. ein kaspertheater. die warengesellschaft inszeniert die rebellion gegen sich selbst als grosses happening, bei dem die mittuenden so ein bisschen das gefuehl haben, als ob sie was zu vermelden haetten. aber was will man verlangen von leuten die seinerzeit bei ihrer merchandising strategie billigend in kauf genommen haben, dass die teenies den mann auf dem roten t-shirt fuer den saenger von rage halten, aber gleichzeitig so taten als seien sie die oberrevoluzzer? oder auch von denen, die tatsaechlich dachten, das sei der saenger von rage auf dem t-shirt…