bullshit speak

Jul 082013
 

man kann ja trefflich streiten darueber, ob, in welcher form und in welchem ausmasz geschlechtergerechte sprache wichtig und wuenschenswert sei. ich finde sie wuenschenswert, sehe aber ein, dass man beispielsweise mit diskussionspartnerinnen liberaler provinienz durchaus in den argumentationsring steigen kann, um zu eroertern, ob das beharren darauf, dass stets geschlechterdifferenz (die man gut heiszen kann oder nicht) salient gemacht und betont werden sollte, nicht gerade das gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich angestrebt werde: naemlich, dass es auszer in einem eng umschriebenen lebensbereich im grunde einen scheisz interessieren soll, ob jemand frau oder mann ist. im supermarkt an der kasse zum beispiel ist ja im prinzip drauf gepfiffen, ob da ein mann sitzt oder eine frau, und eigentlich waere es schoen, wenn man das geschlecht der kassierenden person einfach vergessen wuerde – und dabei koennte es stoeren, wenn man immer wieder “kassiererinnen und kassierer” oder “kassierer und kassiererinnen” sagt. dass es aber eine wirtschaftliche rolle spielt (und darauf verweist ja bereits das deutliche ungleichgewicht zwischen kassierern und kassiererinnen) und auch sonst allerhand konsequenzen hat fuer das leben der individuen, ob sie als mann oder frau geboren und sozialisiert werden, steht in meinen augen einer “wir tun einfach so, als waeren alle gleich und als gaebe es keine geschlechterrollen und -unterschiede, dann gibt es auch tatsaechlich keine”- politik entgegen. aber egal: man kann sich vernuenftig darueber unterhalten.

allerdings geschieht das gerade beim thema geschlechtergerechte sprache eben haeufig nicht. in aller regel sind diejenigen, die sich am lautesten  aufregen darueber, dass sie nun “studierende”,  “studentinnen und studenten” oder “studentInnen” lesen, hoeren, schreiben sollen, die einfaeltigsten tore, die zum thema geschlechtergerechtigkeit gerade mal gar nichts beitragen koennen. im gegenteil, wer murrt darueber, dass ihm (und es sind halt nicht immer, aber doch auffallend viele maenner) die zeit zu kostbar sei, “-innen” statt “-en” zu sagen, oder greint, weil er einen majuskel mehr in seinem dokument finden muss (und auch noch lesen – welche zumutung!) als ihm vertraglich in der grundschule zugesichert wurde, der quatscht ansonsten auch viel rum (die schoenen silben haette er sich zum beispiel gut aufheben koennen, um oefter mal “-innen” sagen zu koennen, ohne dem gesamtsilbenkontigent, das ihm zur verfuegung steht, ueber gebuehr zu beanspruchen) und ist ohnehin kein aufmerksamer leser. ein sehr deutlich illustrierendes beispiel dafuer gab dieser tag herr bernhard lassahn, dessen einlassungen zu anschaulich machen, dass es im grunde nicht um “-innen” geht, als dass man es nicht einmal einer exegese unterziehen sollte. bernhard lassahn hat nicht nur fuer die lurchi-hefte und käptn blaubär geschrieben, sondern tritt häufig in erscheinung als ein von frauen unterdrueckter widerstandskaempfer, der aber unheimlich “lustig” schreibt. wie dem auch sei…

unter dem titel “Wie die Scheiße ihr Geschlecht wechselte und ich Slipeinlagen tragen musste” beschreibt lassahn, wie er sich mal (“ende der achtziger jahre”) aufgeregt hat, weil eine lektorin die frechheit besasz, ihn zu bitten, den entsprechenden teil seines zur veroeffentlichung anstehenden buchs mit “autorinnen und autoren” zu ueberschreiben, anstelle “autorenverzeichnis”. jeder mensch, der irgendwas interessantes in seinem leben hat, wofuer es sich lohnt sich anzustrengen und auch mal aufzuregen, haette mit den achseln gezuckt und gesagt “so sei es”. nicht so lassahn. er fand es “falsch”:

Es gab nicht zwei Gruppen, die durch ein „und“ getrennt und – aus welchen Gründen auch immer – von einander unterscheiden werden sollten.

mag ja sein, aber natuerlich moechte niemand irgendjemand durch ein “und” unterscheiden. tatsaechlich werden durch die konjunktion “und” in aller regel im deutschen dinge verbunden, die eben gerade nicht unterschieden sind, sondern in ihrer eigenschaft als elemente einer aufzaehlung hinsichtlich dieser aufzaehlung zu wenig unterscheidbarem werden. “auf dem bauernhof wohnten hunde, katzen und meerschweinchen” – kein mensch moechte durch diee aufzaehlung die unterschiede zwischen den viechern hervorkehren. “Wir haben Aprikosenkuchen, Himbeerkuchen und Zupfkuchen im Angebot.” – Niemand würde durch eine solche aussage die kuchen in ihrer unterschiedlichkeit beschreiben, sondern in ihrer gemeinsamkeit, naemlich der, dass sie alle erhaeltlich sind. also: das bestehen einer lektorin auf “autorinnen und autoren” ist natuerlich nicht dem interesse entsprungen, da etwas zu unterscheiden, sondern den an dieser stelle unwichtigen unterschied (im geschlecht) mit einer sprachlichen form herunterzukochen, aber eben zu vermeiden, dass frauen als durch die maennliche form “mitgemeint” zu verstehen seien. dann tut lassahn noch so, als sei es ihm ganz furchtbar unwichtig und als wolle er kein aufhebens darum machen, und weil es er und sein ko-autor nicht “wichtig fanden” [uebrigens: nach 23 jahren sein schweigen zu brechen und dann doch einen artikel ueber den mist auf achgut zu schreiben, kann wohl kaum durchgehen als ‘was, was mir nicht wichtig ist’ – das muss schon sehr lange genagt haben].

das ist ein ganz alter trick von den “kritikern” der geschlechtergerechten sprache: man stellt sich ein bisschen dumm dran und tut so, als werde man “gezwungen” etwas zu tun, dass doch inhaltlich gar nicht angemessen sei. hier: lassahn waehnte sich genoetigt, etwas auszudruecken und zu bedeuten, was er nicht bedeuten wollte. allerdings ist der taschenspielertrick hier leicht zu durchschauen: a) wenn es dann wirklich so unwichtig sei, kann man es ja einfach vergessen, ignorieren, uebergehen – aber nein: hier wird ein maechtiges fass aufgemacht darueber, dass estwas passiert ist, was man vorgeblich gar nicht wichtig findet, b) geschlechtergerechte sprache hat nicht zum ziel permanent zu unterscheiden und gegenueberzustellen, sondern erstmal die normalitaet zu schaffen, dass ueberall frauen und maenner vorkommen (in allen gesellschaftlichen bereichen) – hier zu unterstellen, jemand wolle durch eine konjunktion (konjunktion, “kon”, nicht “kontra”, lassahn!) eine unterscheidung treffen, kann auch nur jemandem einfallen, der sein gegenueber (oder seine leserinnen und leser) fuer vollstaendig bescheuert haelt. aber worum ging es dann eigentlich? lassahn erklaert es auf dem fusz:

“Dennoch blieb ein bitterer Nachgeschmack zurück. Wenn es wirklich nur eine Kleinigkeit war, warum wollte die Lektorin diese Bagatelle unbedingt durchsetzen? Offenbar war es ihr wichtig. Wir haben gönnerhaft ein Auge zugedrückt – und uns so darüber hinweggetröstet, dass wir in einer Machtfrage unterlegen waren.”

aha. es war also doch wichtig, und die angebliche “goennerhaftigkeit”, die lassahn an den tag gelegt haben will, ist offenkundig falsch bezeichneter gekraenkter stolz: es war fuer ihn eine machtfrage, ob da nun “autorenverzeichnis” oder “autorinnen und autoren” steht. der nebel lichtet sich. da wo andere schlicht die regeln eines verlages walten sehen koennten (wie etwa auch “unsere buecher werden in neuer rechtschreibung gedruckt” oder “wir nehmen immer die schrifttype times new roman”) sieht sich lassahn hier auf uebelste weise gedemuetigt und in seiner macht in frage gestellt. eigentlich brauchte er trost, den er aber ganz offenkundig nie erlangte, hat es doch 23 jahre gedauert, bis er endlich es ueber sich brachte, die schmach niederzulegen. wenn man das einmal verstanden hat, dass lassahn also etwas furchtbar unwichtig fand, was ihn aber tief ins mark getroffen hat, dann sind auch die darauf folgenden einlassungen sehr folgerichtig und nachvollziehbar.

doch zunaechst tischt lassahn nochmal den benz unter den braesigen argumenten gegen geschlechtergerechte sprache auf: dass naemlich irgendwer mal “mitglieder und mitgliederinnen” geschrieben haette und das sei doch so laecherlich, dass sofort klar sei, dass geschlechtergerechte sprache in bausch und bogen verworfen gehoere. es stimmt ja, dass “mitglieder und mitgliederinnen” quatsch ist. aber muss man denn jahrzehnte lang immer wieder den selben abgefahrenen sonderfall abfeiern, den sich irgendeine nicht sehr helle person mal ausgedacht haben mag (oder vielleicht gab es das tatsaechlich nie, sondern man hat es in geschlechtergerechtigkeitskritischen kreisen als strohmann aufgebauscht? wer weisz es schon so genau…)? das ist, wie wenn jemand sagte “voegel koennen fliegen”, und ein anderer hielte diese aussage fuer endgueltig widerlegt, weil ja sein nachbar ein komischer vogel sei, aber er ihn noch nie habe fliegen sehen. und die pinguine natuerlich! es kann doch kein halbwegs mit vernunft begabter mensch immer und immer wieder argumentieren, dass haemmer abgeschafft werden sollen, weil jemand behauptete, damit eine spaxschraube eindrehen zu koennen? also bitte! nullargument. genauso wie der folgende hinweis, dass man in einer komischen videothek dann darauf bestehen muesse, dass am regal oben “Kannibalinnen- und Kannibalen Videos” stehen muesste. mit irgendeinem abstrusen mist, den er sich selbst ausdenkt, der aber entgegen der so leicht zu durchschauenenden verkrampften und gelaechterheischenden intention, doch halt ueberhaupt nicht so richtig witzig, geschweige denn aussagekraeftig ist, etwas laecherlich machen – eine lieblingsdisziplin der braesigen bratwursterei.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass die neue sprachfeministische Initiative auf die Vorstellung von einem so genannten „generischen Maskulinum“ zurückgeht, das Luise F. Pusch und Senta Trömel-Plötz als Unterdrückung empfinden, ich hätte das für einen Sketch von Loriot gehalten. Doch es ist nicht lustig.

nein, ist es auch nicht. vor allem, wenn man sich alles so zusammenphantasiert, wie man es gerne haben moechte, es aber nun mal nicht ist. das “generische maskulinum” ist mitnichten eine erfindung maennerfressender emanzen, sondern genau derer, die die alleinige verwendung maennlicher formen permanent hochhalten und konservieren wollen. auch eine methode: einfach irgendwas hernehmen und es “der anderen seite” in die schuhe schieben, obwohl es aus “den eigenen reihen” kommt. ein nullargument, wie es im buche steht, als locker-fluffiges spruechlein daherkommend, aber doch sehr bescheuert.

nun kommt lassahn zu einem punkt, an dem noch deutlicher wird, worum es ihm eigentlich geht. er beklagt sich im text ueber die taz, die sich “berauscht” habe an den geschlechtergerechten formulierungen (was ja sein mag), und schreibt dort:

Nun musste immer und überall eine Anspielung auf das weibliche Geschlechtsteil untergebracht werden, es ging immer munter unter die Gürtellinie und berührte den Bereich, den man als Kind als „Bäh-Bäh-Zone“ bezeichnet hat. Die „-innen“-Form war ein ständiger Hinweis auf das weibliche Geschlecht. Und das bei Gelegenheiten, bei denen man früher nicht daran gedacht hätte.

mit anderen worten: wenn jemand “-innen” sagt, und damit salient macht, dass frauen gemeint sind, ist das fuer lassahn “bäh-bäh”. er kann nicht an frauen denken, ohne gleich “unter der guertellinie” zu landen. waere ich psychoanalytiker, faende ich das hochinteressant und wuerde mich gern naeher damit befassen, was in lassahns leben und insbesondere seiner kindheit schief gelaufen ist, dass fuer ihn frauen und vagina das selbe ist, und dass ihm das dazu noch furchtbar unangenehm und in den meisten faellen unangenehm ist. stichwort repression, stichwort verdraengte triebe, stichwort objektfixierung. darum geht es lassahn also, nicht um “-innen” oder irgendsoetwas, was ihm “total unwichtig” ist. sondern ums ficken (das bei ihm sofort aufgerufen wird, wenn jemand “frau” sagt) und wie er sich vor dem weiblichen geschlecht (mit groszem G) ekelt.

und wenn man dachte, jetzt sei mal gut mit dem geheimnisvollen psychoanalytischen quatsch, setzt lassahn noch eins drauf: auf einmal geht es um scheisze, die – so beklagt er aehnlich jaemmerlich wie alles andere, was er so zu beklagen hat – naemlich frueher ein grammatikalisch weibliches wort gewesen sei, nun aber in gestalt von “der scheiß” ihr geschlecht geaendert habe. und er ruft aus (achtung uralt lavendel bratwurstigkeitswitz):

Hör endlich auf mit den Fäkal-Ausdrücken! Was soll der Scheiß?!

anale phase sage ich mal… was hat scheisze und die veraenderung von “die scheisze” zu “der scheisz” mit dem thema zu tun? nichts, moechte man meinen, schlieszlich handelt es sich mitnichten um den versuch, irgendeine sprachrealitaet zu einem wuenschenswerteren zustand zu veraendern, nein, es ist halt einfach so, dass es “die scheisze” und “der scheisz” gibt. das ist auch gar nicht so ein “neues phaenomen bei den jungen leuten”, wie lassahn hier suggerieren moechte. also eigentlich auch egal… aber weit gefehlt: scheisze ist fuer lassahn so wichtig fuer das hier breitgetretene geschwafel, dass es im titel des texts zu ehren kommt (uebrigens auch so eine “unheimlich lustige und putzige” masche von lassahn, immer irgendwelche begriffe in die ueberschrift zu tun, die auf den ersten blick ganz zusammenhangsos scheinen, aber dann wundersam durch seine ach so humoristische erzaehlkunst zusammenfinden). geschlecht, weibliche geschlechtsteile, exkrement. das sind die themen, die lassahn hier vorkaut; es geht gar nicht um geschlechtergerechte sprache, sondern um lassahns fruehkindliche auseinandersetzungen mit dingen, mit denen er bis heute nicht bewaeltigend seinen frieden gemacht hat. und so muss die liste der “autorinnen und autoren” leiden unter seinem heiligen, prüden zorn.

was jetzt kommt, ist dann eine reprise der demuetigung und auch gleichzeitig eine variation davon. nicht nur musste lassahn bei dem “ihm total unwichtigen” thema “autorinnenliste” zurueckstecken und hinnehmen, dass jemand – zumindest ins seiner wahnhaften aufladung sah er es wohl so – mehr macht hatte als er, nein: er wurde auch schonmal “als frau” angesprochen und “behandelt”: er schreibt von einem vertrag, den er unterzeichnen solle, in dem von “der autorin” und der “kontoinhaberin” die rede war statt von “dem autor” und dem “kontoinhaber”. das alles muss derartig traumatisch gewesen sein, dass er sich – und hier hoerts jetzt auf mit dem zitieren, diese rotze muss nicht weiter hier woertlich wiedergegegeben werden – dann noch einige zeit ergieszt ueber krankheiten und slipeinlagen, seine geschiedene frau, die ihm all sein geld weggenommen hat und all so “lustiges” zeug, was ihm widerfuhr und den lesenden leider nicht erspart bleibt, weil er als frau behandelt und nicht als “autor” angesprochen wurde. und jetzt muss man sich das mal vor augen fuehren: der autor hat irgendein problem mit frauen, der blosze verweis darauf, dass es frauen gibt, weckt in ihm offenbar ausschlieszlich und sofort bilder von weiblichen geschlechtsorganen (“igitt!”), irgendwie muss er dann auch nochmal was von scheisze schreiben in seiner “glosse”, obwohl die nichts beitraegt zum thema, und deshalb regt er sich auf ueber etwas, was ihm eigentlich gaaaaaaaanz egal und unwichtig ist: dass es leute gibt, die darauf bestehen, frauen und maenner beide zu nennen, anstatt nur maenner anzusprechen und frauen bestenfalls implizit mitmeinen. das regt ihn auf, das ist eigentlich der stein des anstoszes. und am ende des artikels beklagt er sich darueber, dass jemand das weibliche wort benutzt, um ihn anzusprechen und suhlt sich in seinem leiden sowie in einer art  “moral von der geschicht”, wie albern es doch sei, wenn man nur eine form benutzt und damit die “anderen” irgendwie mitmeint.

bratwurstmeinung, sex und kot, kindlich gekraenkte allmachtsphantasie und empoerung, dass ihm das widerfaehrt, wofuer er andere verspottet – das ist schlussendlich durchaus stellvertretend fuer die allermeisten, die sich wegen eines bloeden binnen-is aufregen.

Aug 022012
 

so.

ahmadinedschad, der am schlechtesten uebersetzte praesident der welt, hat sich anlaesslich des ramadans zum “zionismus” geaeuszert. und zwar hatter gesagt:

It has now been some 400 years that a horrendous Zionist clan has been ruling the major world affairs, and behind the scenes of the major power circles, in political, media, monetary, and banking organizations in the world, they have been the decision makers, to an extent that a big power with a huge economy and over 300 million population, the presidential election hopefuls must go kiss the feet of the Zionists to ensure their victory in the elections.

die quelle ist, und jetzt aufgemerkt!, die englische seite der iranischen nachrichtenagentur irna. die habens uebersetzt, und wenn die es nicht richtig koennen, wer dann? also, das gilt.

und jetzt fuer alle voegel, die das gerne so hinstellen moechten, dass der ahmadinedschad gar nichts gegen juden hat, sondern nur gegen das “besatzerregime” in israel (bu fuckin’ huu!): wie kommt es denn, dass der “zionistische clan” seit 400 jahren sein “unwesen” treibt, wenn es vor 400 jahren noch gar keinen zionismus, geschweige denn israel gab? richtig: es sind die juden gemeint und der scheisz, den der ablaesst, hat nichts mit irgendwelchen palaestinensern zu tun, oder angeblichem “landraub” oder irgendeinem anderen maerchen, das gerne im zusammenhang mit israel aufgestischt wird. ahmadinedschad verzapft die altbekannte antisemitische, ja: gegen juden gerichtete, gruetze, die man von ihm und seinesgleichen kennt und die in vernichtung endet, wenn diese wichser wollen, wie sie koennen.

diejenigen, die den inhaltlichen kappes von ahmadinedschad teilen und ein feuchtes hoeschen dabei kriegen, sollen an ihrer eigenen antisemitischen kotze ersticken. alle anderen, die mir im gespraech nochmal irgendwas von uebersetzungsfehlern oder “war doch anders gemeint” oder vom “palaestinensischen” “leid” erzaehlen wollen, bekommen ab jetzt einfach eins von mir auf die glocke – weil sie meine intelligenz beleidigen. am yisrael chai.

antisemiten aufs maul
F16

Oct 122011
 
Die bahn macht mal wieder auf transparent, dabei verkauft sie die leute nur für dumm: ‘wegen einer streckensperrung ist die stecke tübingen-reutlingen bis auf weiteres gesperrt’. Dummes gequatsche, das so tut, als sei es eine erklärung. Aber es hört sich wenigstens unheimlich wichtig an. Zumindest in den ohren derjenigen flachpfeife, die diesen verbalen sondermüll absondert. Ich empfinde meine intelligenz als beleidigt.

Posted via posterous

 Posted by at 6.45 pm
Sep 212011
 

angenommen, jemand bittet mich, ihm sein feuerzeug zu geben. er wolle eine kerze anzuenden. kein problem, klar soll der eine kerze anzuenden, ist ja auch schoener mit als ohne brennende kerze.
nun sagt er aber gleichzeitig: “eigentlich gehts mir nicht um die kerze, ob die brennt oder nicht ist mir ganz egal. was ich wirklich vorhabe, ist es, ein haus damit anzuzuenden.” das waere einigermaszen merkwuerdig. aber mal unterstellt, dass dieser jemand nicht sinnlos laute aneinanderreiht und rein zufaellig so einen schmarrn mit seinem sprechapparat zusammengestellt hat, gibt es zwei plausible erklaerungen fuer so eine erklaerung.

  1.  er haelt mich fuer vollkommen bescheuert, und unfaehig zu erkennen, dass ich gegen meine legitimen interessen nach ausbleiben des brandes handelte, gaebe ich ihm denn das feuerzeug. in diesem szenario waere ich – in der wahrnehmung des anderen – sehr, sehr minderbemittelt. (immer vorausgesetzt, ich finde es schoener, wenn das haus nebenan steht als wenn es abgebrannt ist). eine solche wahrnehmung meiner person muesste ich wiederum – in anbetracht der tatsache, dass ich mich fuer mit einem normalen masz von verstand begabt halte -, fuer einen ausweis der besonderen bloedheit des anderen halten. wie bescheuert muss man sein, um zu glauben, dass man jemandem nach einer solchen ansage das feuerzeug aushaendigen werde? ich gebe ihm das feuerzeug nicht und hielte seinerseits ihn fuer vollkommen bescheuert.
  2. er haelt mich nicht fuer bescheuert, geht aber davon aus, dass ich das gut finde, wenn er ein haus anzuendet. das widerspricht allerdings dem oben bereits erwaehnten grundsatz, dass ich es besser finde, wenn dies nicht passiert als wenn es passiert und daher vernuenftigerweise das ausbleiben des brandes bevorzuge. die handlungskonsequenz ist klar: ich gebe ihm das feuerzeug nicht.

also wenn jemand sowas sagt, muss er entweder unintelligent sein oder er taeuscht sich ueber meine ziele und praeferenzen.

andersherum: angenommen, ich gebe ihm tatsaechlich das feuerzeug, nachdem ich zur kenntnis genommen habe, was er da gesagt hat. man koennte dieses zunaechst abstruse verhalten nun auch auf zwei arten erklaeren:

  1. ich bin besoffen, mit drogen vollgepumpt oder anderweitig in meiner intellektuellen kapazitaet behindert, und wuerde so gegen meine praeferenz und mein interesse handeln.
  2. ich finde es eigentlich ganz gut, wenn das haus nebenan abgefackelt wird. meine praeferenz ist gar nicht, dass es stehenbleibt, sondern tatsaechlich befuerworte ich das abbrennen und handele so im vollbesitz meiner geistigen kraefte im einklang mit meinem interesse.

das klingt womoeglich auf den ersten blick alles ein bisschen abstrus und merkwuerdig konstruiert. aber es macht deutlich: entweder ist in einer solchen situation (a) einer der beteiligten nicht ganz bei trost, ihm fehlen ganz fundamentale verstandesfunktionen, und der andere merkt das. oder aber: (b) der andere vermutet, dass ich seine zerstoererische intention teile und hat damit auch recht. wenn ich nun ausschliesze, dass einer von uns beiden minderbemittelt ist, bleibt nur uebrig: wir haben beide das gleiche im sinn: dass die bude nebenan brennen soll.

man behalte dieses argument einmal im kopf, wenn man den gleich verlinkten artikel liest und mache natuerlich die vollkommen plausible und nicht anzuzweifelnde annahme: “es ist nicht der fall, dass beide, “die palaestinenser” und diejenigen, die eine einseitig ausrufung eines palaestinensischen staats unterstuetzen, geistig minderbemittelt, besoffen oder zugedröhnt sind.” dann kommt, wenn man das mal durchdenkt, eigentlich nur eine beschreibung der interessenlagen der genannten heraus. und gegen solche interessenlagen und die leute, die diese interessen ins werk setzen moechten, helfen nur gewehre.

http://heplev.wordpress.com/2011/09/21/palastinensisch-arabische-%e2%80%9efluchtlinge%e2%80%9c-sollen-keine-burger-%e2%80%9epalastinas%e2%80%9c-werden-%e2%80%93-selbst-wenn-sie-dort-leben/