Dec 232009
 

in thunderbird 2, the shortcut for ‘show the address book’ was CTRL+2. it apparently was changed to CTRL+SHIFT+B in thunderbird 3.

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 Posted by at 12.12 am
Dec 222009
 

na klar, das ist schon ein abgefahrenes ereignis: ueber eine facebook gruppe gelingt es, die mainstream musik charts zu hijacken und statt eines glattgeleckten langweiligen pop songs ein 17 jahre altes krachwerk zur nummer 1 zu machen. das waere vor 17 jahren nicht gegangen, schon alleine deshalb nicht, weil es gar nicht mehr so viele exemplare der single von rage against the machine vorraetig ggeben haette. irgendwie schon lustig.
aber mal im ernst: eine rebellion (oder gar revolution) auszurufen ist doch ein bisschen albern, oder nicht? da klicken leute im internet statt auf den einen link mit dem einkaufswaegelchen dran auf den anderen (mit genaudemselben einkauswaegelchen). und waehlen so den einen scheiss statt eines anderen. die leute, die den anderen scheiss ehedem fabriziert haben und auf dem gleichen medienriesen sony veroeffentlichen, auf dem auch die eine scheisse rauskommt, labern irgendwas von taking back und underground grass roots. ein kaspertheater. die warengesellschaft inszeniert die rebellion gegen sich selbst als grosses happening, bei dem die mittuenden so ein bisschen das gefuehl haben, als ob sie was zu vermelden haetten. aber was will man verlangen von leuten die seinerzeit bei ihrer merchandising strategie billigend in kauf genommen haben, dass die teenies den mann auf dem roten t-shirt fuer den saenger von rage halten, aber gleichzeitig so taten als seien sie die oberrevoluzzer? oder auch von denen, die tatsaechlich dachten, das sei der saenger von rage auf dem t-shirt…

Dec 052009
 

Rottenburg am Scheiss Neckar. Wie jetzt bekannt wurde, hat die diesjährige Weihnachtsbäckerei im Hause Jacoby ihren vorläufigen Höhepunkt in 2009 gefunden. Aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, dass die Aktivitäten heuer ungewöhnlich stringent verlaufen und daher bereits am 2. Advent abgeschlossen worden seien. Das Sortiment sei weitestgehend stabil geblieben, allerdings um einen Maroni-Gugelhupf (franz.: Kouglof aux marrons) sowie einen Incarom-Mokka-Marmor-Cake mit Birne (Abb. 1 hinten rechts) ergänzt worden. Letzterer werde, so der heute nachmittag kurzfristig regelrecht fanatisierte Keksafficionado Giovanni Moltisanti, der die Operation “Backen wie ein Eichhörnchen” leitete, den Leuten im Institut für Wissensmedien am kommenden Mittwoch anlässlich einer jahreszeitlich angemessenen Feierlichkeit zum Frass vorgeworfen. “Die sollen auch nicht leben wie Hunde”, so Moltisanti.
Ausgeblieben sind erfreulicherweise die im Forveld befürchteten Ausschreitungen zwischen marodierenden Ausstecherle-Banden (Abb. 2). Diese hatten sich im vergangenen Jahr spontan zu orthogonalen Kontrast-Gruppen zusammengeschlossen und kämpften während mehrerer Stunden um Varianzanteile auf dem ausgerollten Plätzchenteig. Dabei war erheblicher Schaden in Höhe von mehreren hundert Gramm Weizenmehl (Typ 405) entstanden.

Abb. 1

lecker gebäck

lecker gebäck

Abb. 2

ausstecherle-bande

ausstecherle-bande

Dec 032009
 

also mal: als sekulaer gestimmter mensch bin ich natuerlich vollstaendig dafuer, minarette zu verbieten. ist doch ein guter anfang. natuerlich kommen als naechstes kirchtuerme dran. dauert noch ein bisschen, aber man kann ja mal anfangen bei derjenigen religion, die steten zulauf hat – ein graus fuer jeden atheisten – und in der der anteil von reaktionaeren und lebensfeindlichen mitgliedern, die auch bereit sind, das allen moeglichen anderen leuten aufzuzwingen, substantiell ist. diejenigen moslems, denen derartiges ansinnen fern liegt, wird eine einebnung von religioesen stadtbildverschandelungen sicher nichts ausmachen.

man muss das ja mal festhalten: die zurechtstutzung von religioesem einfluss (ideologisch sowieso, aber auch visuell) ist ein zutiefst aufklaererisches und fortschrittliches projekt. deshalb muss man die schweizer abstimmung ja mal als kandidatin fuer eine gute entwicklung in betracht ziehen. natuerlich, dass da richtig aus falschen gruenden gestimmt worden ist, ist bedauerlich. man moechte sich gar nicht gerne vorstellen, wie einige (wahrscheinlich viele) derjenigen, die fuer das verbot gestimmt haben, heulen, wenn es an die kirchtuerme geht. aber man muss gelegentlich aushalten, wenn sich an ein zukunftsweisendes projekt irgendwelches christlich-religioeses, rechtskonservatives oder gar voelkisch eingestelltes gelichter dranhaengt – man kann sich das nicht aussuchen. aber frueher oder spaeter wird dieses pack ganz von alleine ablassen davon und am ende kommt alles gut: religion wird endgueltig privatsache, die zuhause oder im stillen kaemmerlein geuebt wird, waehrend alle anderen, die da keine lust drauf haben, unbelaestigt davon bleiben. und selbstverstaendlich laesst dann jeder seine(n) naechste(n) in frieden und wenn es in ihm noch so draengt, ihr und ihm mit seinen vorstellungen zu bedraengen, noetigen oder gar zu terrorisieren. bis dahin muss man noch verbieten.

danke schweiz.