Dec 292007
 

in empirischen wissenschaften ist es usus, bestimmt hypothesen zu testen, oder anders ausgedrueckt: eine frage zu stellen, ob ein zustand x der fall ist (eine vorhersage, die aus einer theorie oder anderweitig plausiblen annahmen mehr oder weniger streng abgeleitet wird). das ist der vor sich hergetragene “koenigsweg” der empirischen wissenschaft.
eine weniger strenge form der “hypothese” ist “mal gucken, was da der fall ist”. manche wuerden sagen, das sei ueberhaupt keine hypothese, sondern das stochern in irgendwelchen “daten” (im weitesten sinne) und die induktion von einzelbeobachtungen zu allgemeinheiten. das ein solches vorgehen im grunde hoechst unsinnig ist, wird andernorts seit jahrhunderten argumentiert. aber seis drum, es gibt natuerlich empirische arbeiten, die legitimerweise ein phaenomen explorieren und nur “mal gucken, was da so geht”. ok.
so koennte ich zum beispiel “mal gucken wollen”, wieviel geld ich im monat fuer cds ausgebe, etwa um einen anhaltspunkt dafuer zu haben, wie gerne ich musik habe. also zaehle ich fleissig zusammen, ueber einige monate hinweg und bekomme heraus, dass ich im monat durchschnittlich den gegenwert von zehn “normalpreisigen” cds fuer cds ausgebe. schlussfolgerung: der johann mag musik recht gerne, sie ist ihm wichtig, weil er dafuer viel geld ausgibt. so koennte man das machen. waere nicht sehr interessant fuer alle moeglichen anderen leute, man wuesste nun auch nicht so genau, wie wichtig mir musik wirklich ist, vielleicht verdiene ich ja 20.000 franken im monat, so dass 300 franken fuer cds nicht so richtig dafuer sprechen, dass es mir wirklich wichtig ist, aus der portokasse gewissermaszen.
richtig interessant wird es aber, wenn nun jemand kommt und sagt: dieser betrag ist keine hinweis darauf, dass johann musik besonders mag, sondern dafuer, dass ihm musik besonders am arsch vorbeigeht: denn er kauft so viele cds, dass man daraus schliessen muss, dass ihm eine einzelne cd nichts bedeutet, es ist fuer ihn gar nichts besonderes, eine cd zu kaufen, die schiere menge zeigt, dass fuer ihn musik vollkommen austauschbar ist usw. usf. hier wird ein problem deutlich von solcher forschung, die mal guckt, “was denn so in der welt der fall ist”: ohne irgendwelche vorhergehenden besinnung darauf, was ich da untersuche und welche aussagen aus potentiell vorkommenden ergebnissen ich ziehen wuerde, wenn sie dann auftreten, ist das “ergebnis” der forschung keinen pfifferling wert, weil ich im zweifelsfall irgendetwas oder aber auch sein genaues gegenteil herausfinden kann. je nachdem, wie ich im nachhinein auf einmal begriffe definiere.
in der wissenschaftliche forschung, deren forschungsergebnisse bisweilen lediglich in von kaum 100 menschen auf der welt zur kenntnis genommenen artikeln verrotten, ist das nicht so schlimm. aber hier ist mal ein beispiel dafuer, was fuer ein unsagbar duemmlicher, und auch gefaehrlicher scheissenmuell dabei herauskommen kann, wenn man so vorgeht. da hat naemlich tal nitzan von der hebrew university in einer (woertlich) ausgezeichneten soziologischen arbeit gefunden, dass israelische soldaten besonders schlimm und boese sind, weil – achtung!!! – sie palästinensische frauen nicht vergewaltigen. nein, kein tippfehler, sondern der ganz normale (von einer juedin verbreitete) antisemitische bloedsinn, aber diesmal derartig mit der hose runtergelassen erwischt, dass es schon wehtut. allen ernstes: das nicht-vorkommen von vergewaltigungen palästinensischer frauen durch idf-soldaten wird dort nicht etwa als ein anzeichen fuer die hohen moralischen standards der humansten armee der welt unter den schwierigsten bedingungen der welt gesehen, sondern im gegenteil als “das gleiche” wie organisierte vergewaltigungen durch das militaer.
ich fasse es nicht… wer seine finger an die arbeit im original (moeglichst auf englisch) bekommt, bitte, bitte umgehend melden!

mom in israel
lizas welt
arutz sheva

 Posted by at 2.24 am
Dec 282007
 

hier mal ein durchaus freundlich, wenn auch nicht sehr helle anmutender kollege: der axolotl. ein viech, das sein ganzen leben lang wächst – dem vernehmen nach…

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 Posted by at 10.15 pm
Dec 102007
 

fuer leute, die immer noch glauben, dass es moralisch geboten oder anderweitig sinnvoll sei, sich mit verschwoerungstheoretikern ins benehmen zu setzen, um ihre theorie zu demontieren, hat es hier ein schoenes beispiel, was passieren kann, wenn man das tut. man muss sich natuerlich dittsche und ingo dabei vorstellen, wie ungefaehr hier. man moechte fast sagen: ingo selber schuld, gerechte strafe ;)

Ausschnitt: Energieverstromungsindustriemafia (Dittsche, 2007, 49. Woche):

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und nochmal zur sicherheit: dittsche folgenen jede woche frisch als mp3:
http://podcast.wdr.de/dittsche.xml

dittsche

 Posted by at 8.03 pm
Dec 072007
 

neulich war lady bitch ray bei maischberger (s. youtube). da gings die ganze zeit ums bimsen und am naechsten tag regte sich die bildzeitung, die jedes von den “sexwoerter” geil-akribisch mitgezaehlt hatte, mordsmaessig auf: 74 sexworte in 75 minuten!”
wenig spaeter glaubte sagte harald schmidt bei “schmidt und pocher”, das muesse doch auch schneller zu schaffen sein und trat den beweis an, waehrend welchem ich schier vom stuhl fiel:

bleibt nur noch: seit wann ist “arsch” ein ‘sexwort’???

 Posted by at 11.35 pm