Oct 302007
 

zur zeit ist mal wieder grosses “gute-gehen-nach-hause” aufkommen. porter wagoner, der dieses jahr noch – ein bisschen wie lee hazelwood kurz vor seinem tod – seine letzte platte aufgenommen hat, die ein veritables vermaechtnis vorstellt, ist tot.
an seinem totenbett sang dolly parton. das ist ein wuerdiger country-abgang: 80 gute jahre und dann von dolly parton in den schlaf gesungen werden.

alles gute fuer wagoner im hillbilly heaven!

Porter Wagoner: Satan’s River [Wagonmaster, 2007]

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Dolly Parton: Halos and Horns [Halos & Horns, 2002]

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 Posted by at 9.19 pm
Oct 282007
 

… man in ein backmischung fuer brownies anstelle von 50ml wasser gleich 500ml beigegeben hat? beispielsweise weil man sich bloederweise immer noch nicht an im “alpenraum” uebliche rauminhaltsangaben in dezilitern gewoehnt hat, dachte “aha, 0,5 ist wahrscheinlich dann ein halber liter” und die einheit geflissentlich uebersah?
tipp: die solcherlei entstandene schokoladensuppe kann man nicht mehr fuer brownies verwenden, wohl aber durch zugabe etwa eine pfundes mehl sowie einer handvoll maisstaerke zu einem kuchenteig umwidmen, den man dann etwa anderthalbmal so lange baeckt wie die urspruenglich anvisierten brownies. der kuchen ist stellenweise brotartig in der konsistenz, und schmeckt aber trotzdem schoen nach brownies…

 Posted by at 11.23 am
Oct 262007
 

… noch ein kleines erlebnis zur illustration, wieso es in der schweiz so schoen ist.
mit einem auslaendischen fuehrerschein darf man in der schweiz ein jahr fahren (ab wohnsitznahme), danach muss man ihn umschreiben lassen. fuer 130 stutz (bearbeitung und ausstellung des eidgenoessischen fueherausweises. wer laenger braucht: pruefung, alles neumachen, haufen geld. weil es also demnaechst soweit ist, wollte ich das noch erledigt haben. lange traute ich mich aber nicht so recht, weil ich befuerchtete, was ich in de erlebt habe: morgens um 8 antanzen, trotzdem 25 leute vor einem, lange schlange am schalter, stundenlanges warten, bis man dran kommt, dann mit einem bezahlzettel zum kassenschalter, wieder schlange, warten, bezahlen, zurueck zum ersten schalter, wieder schlange… das alte spiel eben. Continue reading »

 Posted by at 6.55 pm
Oct 262007
 

… fuer helvetismenstunde bei shinynickle.

also, das “dass” spart sich der schweizer gerne. z.b. “herzlich willkommen. schön, sind so viele gekommen” oder “kein wunder, stossen frauen beim einparkieren immer an”.

a propos sparen. auch im zusammenhang der wahlen letzthin immer wieder gefallen: wo in deutschland von der “absoluten mehrheit” die rede ist, sagen die leute in der schweiz “absolutes mehr”. da kann man sich gut eine silbe sparen. wie bei “entscheidung”, was in der schweiz buendig “entscheid” heisst.

neulich auch gelesen: etwa “eine solche summe kann der verein aber nicht aufwerfen”, i. s. v. “aufbringen”. sehr schoen figurativ, man sieht foermlich die vereinsmitglieder herumwuseln und immer wieder geldmuenzen auf einen haufen werefn, der dann spaeter zum naemlichen zwecke irgendwem zur abholung anheim gestellt wird.

schliesslich: “er anerkennt die wahlniederlage”. auch: kuerzer, unkomplizierter eigentlich als “er erkennt die wahlniederlage an”.

soweit erstmal wieder eine kurze notiz zum thema.

 Posted by at 6.40 pm
Oct 202007
 

in der schweiz gab es 1971 das wahlrecht fuer frauen auf bundesebene. recht spät, wenn man bedenkt, dass neuseeland, australien, osteuropa, niederlande, deutschland, england, usa… eigentlich alle westlichen staaten bis zu 50 jahre früher soweit waren (ausser portugal, das musste sich erst in der nelkenrevolution vom faschismus befreien, ehe 1976 auch die portugiesinnen waehlen durften). interessante nebeninfo: in den usa hatten frauen seit 1788 das passive wahlrecht, in israel seit der staatsgruendung 1948.

1971 war es aber noch nicht zu ende in der schweiz mit maennerpolitik, denn die kantoene behielten sich vor, das frauenstimmrecht auf kantonsebene vorzuenthalten. und so dauerte es bis 1990, bis endlich auch der letzte kanton – appenzell-innerrhoden – schliesslich vom bund gezwungen wurde, frauen an die urne zu lassen.

heute ist die schweiz in einigen bereichen schwer auf zack, was gleichstellung angeht, in anderen bereichen aber eben auch nicht (wie ja andere laender auch).

allerdings gibt schon noch parteien wie diese hier, bei der man sich fragt, ob man eigentlich sowohl mit den kandidaten als auch mit der intendierten zielgruppe auch nur irgendwas zu tun haben moechte: Continue reading »

 Posted by at 1.55 pm