Aug 272007
 

die zwei leute im zweiten teil dieses films (-1:27 bis -0:59) sind vielleicht keine rechtsradikalen. aber sie finden es richtig, wenn die auslaender, die sich nicht “ruhig und friedlich” verhalten und “mehr rechte als wir” haben, mal ordentlich eins drauf kriegen. herr deuse: das sind diejenigen, die gemeint sind. aber sicher sind das saubere anstaendige buerger ihres dreckskaffs.

 Posted by at 8.49 pm
Aug 272007
 

nachdem der focus irgendeinem schwaetzmichel aufgesessen ist, der sich wichtig machen wollte, indem er andeutete, es gebe ermittlungen gegen die inder, die in muegeln vom mob gehetzt worden waren, ertoenten ja allerorten erleichterungsseufzer – “gott sei dank, die inder sind doch selber schuld”. dass die erleichterung – selbst wenn sich rausstellen sollte, dass tatsaechlich gegen irgendwen von den opfern ermittelt wird/werden soll – lediglich anzeigt, wes mob-geistes kind die erleichterte person ist, aber darum nicht richtiger wird, sei hier kurz erwaehnt. interessanter ist aber, dass entgegen der klammheimlichen freude alle offensichtlich wirklich nur dem einen schwaetzer aufgesessen sind, allen voran der focus. ein klassischer fall von projektion: diejenigen, die am meisten gewettert haben gegen diejenigen, die angeblich hysterisch und ohne vorliegen ordentlicher fakten unzulaessigerweise schlossen, dass es sich um fremdenfeindlichkeit handle, wenn ein “deutschland den deutschen” schreiender mob von 50 dreckskaffbewohnern 8 inder (wegen ihres indisch seins) aus anlass eines rassisch gemischten tanzes aus einem bierzelt jagen und sie fast totgeschlagen, waere die polizei, die selbst vom poebel attakiert wurde, nicht dazwischen gestanden, die sind die ersten, die erleichtert aufatmen: ein raunen im blaetterwald wird sofort als wahrheit verkauft und beweis dafuer gesehen, dass die inder selber schuld sind. jedoch:

Gut eine Woche nach der Hetzjagd auf acht Inder im sächsischen Mügeln hat die Polizei noch keine genauen Informationen über den Tathergang. Die Vernehmung von Zeugen dauere an, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig mit. Einige Zeugen müssten erneut gehört werden, um Widersprüche zu klären. Die Behörde widersprach Medienberichten, wonach auch gegen die verfolgten Inder ermittelt werde.
quelle: www.ad-hoc-news.de

buergermeister deuse indes bleibt dabei, dass das schlimmste an dem ganzen vorfall das bild ist, was von muegeln nun faelschlicherweise gemalt werde. die eigentlichen opfer der ganzen aktion sind damit also die buerger des dreckskaffs muegeln. von den indern ist keine rede mehr.

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quelle audioclip: aus “was erlauben strunz?”, 27.8.2007, 23:30 auf N24, zur verfuegung gestellt von vorabs medienproduktion, siehe auch http://www.presseportal.de/pm/13399/1039085/n24

virginia jetzt haben uebrigens ihr konzert in muegeln beim gedenktag am wochenende uebrigens gleich nach beginn abgebrochen. aus eben jenem grunde – weil die ganze veranstaltung eine riesen in-szene-setzung des dreckskaffs als opfer der vorfaelle war und man offensichtlich schon wieder fast den indern vorwarf, dass sie keine lust hatten, gleich wieder bei einem volksfest in muegeln dabeizusein. der saenger der band begruendete den abbruch so: “Wir haben an diesem Abend kein einziges Mal eine Entschuldigung gehört.” siehe auch den artikel auf zeit.de:

Wie der Tagesspiegel in seiner Dienstagsausgabe berichtet, sollte die Gruppe am Sonntag nach einer Diskussion über Fremdenfeindlichkeit im Ort ein Konzert geben. “Aber nach dem, was wir dort erlebt haben, konnten wir das nicht mehr verantworten”, sagte Dörschel am Montag. Die Gruppe habe das Gefühl gehabt, in einer Werbeveranstaltung der Stadt zu sein. “Zum eigentlichen Problem wurde keine Stellung bezogen”, sagte Dörschel. Statt Fremdenfeindlichkeit sei das schlechte Bild der Stadt in den Medien kritisiert worden. “Aber was wir erlebt haben, hat das Bild eher bestätigt”, sagte Dörschel.

und den auf spiegel online:

Aber je länger die Mügelner im Schlosshof zusammen sind, umso stärker entsteht der Eindruck, die Opfer seien gar nicht die Inder – sondern die Stadt.

na gut, dass haetten “virginia jetzt” auch vorher ahnen koennen, dass sie da fuer eine opferwahn-veranstaltung eingespannt werden. aber sei es drum, trotz der langweiligen musik, die die machen: daumen hoch, virginia!

das maerchen, deusen sei voellig missverstanden worden bei dem, was er ueber die “auslaender raus” rufe des mobs gesagt habe (“Solche Parolen können jedem mal über die Lippen kommen.”, ftd), wird auch immer abenteuerlicher. das problem von herrn deuse ist eben, dass die auslaenderfeinde sich nicht bei ihm anmelden und sagen: “ich bin e rechter” (s. audio-clip). tja, und wenn man selber nicht erkennt, wer ein auslaenderfeind ist, sitzt man dann ganz schoen scheisse da, herr deuse, gelt? wenn sowas jedem mal ueber die lippen kommt, wie soll man da noch ‘ganz normalen auslaenderfeindlichen dreckskaffdeutschen, typ nicht rechtsradikal’ von ‘ganz normalem auslaenderfeindlichem dreckskaffdeutschem, typ rechtsradikal’ unterscheiden?

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quelle audioclip: aus “was erlauben strunz?”, 27.8.2007, 23:30 auf N24, zur verfuegung gestellt von vorabs medienproduktion, siehe auch http://www.presseportal.de/pm/13399/1039085/n24

 Posted by at 7.19 pm
Aug 252007
 

nun hat der focus heute berichtet, die inder in muegeln haetten vielleicht doch angefangen. “einer der deutschen” habe stichwunden erlitten. die polizei in sachsen, die mit den ermittlungen befasst ist, weiss von nichts. offensichtlich hat irgendein arsch von der polizei (vielleicht der bruder einer der hauptakteure des muegelner mobs oder so), versucht sich wichtig zu machen. und orakelartig vor sich hingemurmelt,

“Wir sind dabei herauszufinden, was davon Angriff und was Notwehr war.” Möglicherweise werde der Fall Mügeln “einen etwas anderen Verlauf nehmen”. Die Einleitung von Ermittlungen gegen einige Inder müsse ebenfalls geprüft werden, so ein Polizeibeamter.

quelle: focus online, 20070825 23:34

keine angabe eines namens, eines anlasses (pressekonferenz oder was?), nichts. sehr professionell, focus!

die kommentarspalten der blogs und der online-zeitungen fuellen sich mit haeme und “haben-wir-doch-gleich-gewusst” geseiere. als sei – wenn ueberhaupt (wenn es so gewesen ist, wieso ist dann keiner von den rasenden deutschen am naechsten tag bei der polizei erschienen und hat das erzaehlt?) – eine wirtshaus-auseinandersetzung mit waffeneinsatz ein grund, einen pogrom zu veranstalten. es bleibt wie’s ist: ein deutscher mob schritt rasend zur selbstjustiz – egal aus welchem grund – und schrie dabei “deutschland den deutschen, auslaender raus”.

politically incorrect, ein gelegentlich vernuenftig scheinender blog, ist immer verlaesslich israelsolidarisch und amerikafreundlich. und schoen kritisch gegenueber dem islam eingestellt. aber es ist nun mal ein deutschnationaler blog, der eben gegen den islam ist, weil der “unser schoenes deutschland” kaputt macht, und nicht etwa, weil der islamismus scheisse ist.
dieser blog fuehrt nun vor, was tatsaechlich die ganze zeit die mainstreammedien gehofft haben, naemlich: “hoffentlich kommt raus, dass die inder selber schuld sind”. damit unser schoenes deutschland in der welt vielleicht doch gut dastehen kann. da wird dann vernunft und bedaechtigkeit ins feld gefuehrt, aber das vermag nur sehr duenn zu verschleiern, worum es wirklich ging: endlich den beweis zu finden, dass die taeter eigentlich opfer waren und damit den pogrom im nachhinein zur heldentat zu machen. ob sich am schluss herausstellt, dass einer der inder tatsaechlich im bierzelt dem mob die stirn bot oder nicht, ist voellig irrelevant. fuer focus, politically incorrect und das pack, was in den dazugehoerigen kommentarspalten absondert, ist es jetzt schon klar und sogleich wird ein kuebel hohn ueber die opfer ausgeschuettet. dabei wird sogar in einem kommentar bei politically incorrect die verdaechtigung des mobs in muegeln mit der antisemitischen empoerung in europa verglichen, der jedesmal ertoent, wenn irgendeine islamistische propaganda-luege ueber die angeblichen greultaten der zahal in umlauf gebracht wird (kommentar #4). und man suggeriert raffiniert, dass der vorfall in muegeln wertvolle aufmerksamkeit abzieht von der eindaemmung des islamismus. in den kommentaren geht man – unbehelligt von irgendwelcher moderation – sogar noch weiter: da wird spekuliert, ob die inder vielleicht moslems sind, die nicht-muslimische namen angenommen haben. warum? weil, wenn sich rausstellt, dass eines der opfern dem isalm anhaengt, das alles irgendwie ok macht?
politically incorrect ist eben doch scheisse.

Wir haben abgewartet und werden es auch weiterhin tun – und so wie es scheint, haben wir recht gehandelt: Der Focus meldet heute, dass der Zwischenfall in Mügeln, bei dem angeblich ein deutscher Mob acht Inder durch die Stadt gejagt hätte, auch andere Nuancen haben könnte. War es etwa wieder nur eine Bierzeltschlägerei unter Betrunkenen? Oder haben gar die Inder mit abgebrochenen Glasflaschen zuerst zugestochen? Laut Polizeiprotokoll erlitt einer der Deutschen “Stiche in die Leistengegend und das Gesäß”.
Wir denken man sollte erst die Ermittlungen abwarten und dann die Rassismuskeule schwingen – oder sie unterm Bett lassen. Je öfter diese nämlich unberechtigt verwendet wird, desto eher erzeugt man dann bei den wirklich rassistischen Vorfällen nur noch ein müdes Schulternzucken.
Allerdings hätte dann die gutmenschliche Empörungsindustrie ein Feindbild weniger und hätte vielleicht Zeit, sich mit den – von ihr bewusst unbeachteten – Gewalttaten von Einwanderern aus dem islamischen Kulturkreis zu beschäftigen.

quelle: politicallyincorrect(dot)de, zuletzt abgerufen am 25.8.2007, 23:24

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