in der nacht 18./19.1.07 hing ich “wegen der witterungsbedingten situation” (so stands auf den tafeln am bahnsteig) 12 stunden auf dem bahnhof in karlsruhe fest. die bahn hats eigentlich auch ganz gut hingekriegt, essen und trinken umsonst, decken, geheizter ice zug… irgendwie wars schon fast romantisch.
faszinierend finde ich die vorstellung, wie die durcheinandergewirbelten fahr- und dienstplaene in den tagen darauf wieder in ordnung kamen. unfassbar, dass nach dem totalen zusammenbruch alles wieder so funktionierte wie vorher. von der vorstellung irgendwo in einer zentrale zu sitzen und sowas wieder in ordnung bringen zu muessen, macht mich schon wahnsinnig.

lustig auch: die voellige ueberrumpelung mit der situation, in der sich nicht, wie sonst, sofort allerorten reflexartig auf die “deutsche bundesbahn” oder den “mehlhorn” [sic] schimpfen laesst und die leute wie begossene pudel dastehen, ohne jemanden (person oder organisation) zu haben, auf den sie ihren frust projezieren koennen. am ende wars also recht friedlich.

kein zugverkehr

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